Würzburg.
Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher, einer der Organisatoren und
Macher der Kiliani-Jugendwallfahrt, zog am Samstagabend in gemütlicher
Runde im Schatten des Würzburger Domes ein positives Fazit: „Wir freuen
uns sehr, dass heute so viele Jugendliche mitgelaufen sind. Die
Kiliani-Jugendwallfahrt setzt sich langsam im Bewusstsein der jungen
Menschen fest.“ Auch wenn er davon ausgehe, dass die Wallfahrt
zukünftig einen festen Platz im Kalender der Jugendlichen hätte, ließ
er sich nicht auf irgendwelche Zahlenspiele ein. „Heuer konnten wir die
Teilnehmerzahlen verdoppeln, aber das sollte eigentlich nicht unser
primäres Ziel sein“, erklärte Eschenbacher. 60 Jugendliche und viele
Mitarbeiter der Kirchlichen Jugendarbeit in der Diözese Würzburg hatten
sich am Samstag auf den Weg gemacht, um von Kirchheim ins etwa 20
Kilometer entfernte Würzburg zu wallen. Die Wallfahrt stand unter dem
Motto der gesamten Kiliani-Woche „Damit ihr ein Segen seid“. An
mehreren Stationen machte die Gruppe Halt, um durchzuatmen und Kraft
für den nächsten Wegabschnitt zu sammeln, aber auch, um sich ganz
bewusst mit diesem Motto auseinander zusetzen. Dafür hatten Jugendliche
aus Bad Kissingen die inhaltliche Gestaltung übernommen und
entsprechende Impulse vorbereitet. Begleitet wurden die Jugendlichen
auch von der Diözesanleitung. So lief Bischof Friedhelm am Anfang von
Kirchheim aus einige Kilometer mit. Weihbischof Boom stieß mittags zur
Gruppe hinzu und lief mit ihr bis nach Würzburg mit. Auch wenn der
Weg dem ein oder anderen viel abverlangte und die Gruppe mittags von
einem kurzen, aber heftigen Regenguss überrascht wurde, konnte man in
St. Burkard, dem vorläufigen Ziel der Wallfahrt durchweg in glückliche,
wenn auch erschöpfte Gesichter blicken. Für die letzten Meter durch die
Würzburger Innenstadt wurden noch einmal die letzten Kräfte
mobilisiert, um die Häupter der drei Frankenapostel in einer
feierlichen Prozession in den Dom zu überführen. Dann war es geschafft.
Im Kreuzgang des Domes wurde abschließend gegessen und gefeiert. Für
die jungen Wallfahrer ein würdiger Abschluss. Ob nun mit 50 oder
mit 100 Jugendlichen – die Kiliani-Jugendwallfahrt wird es im nächsten
Jahr wieder geben. Denn sie kommt bei den jungen Menschen an. |